Aktuelles

HÜTTENBETRIEB:

 

   Liebe  Gäste,

die Oberlandhütte

       ist bis

05.November 2017

        für Sie

    GEÖFFNET

 

   Wir freuen uns

  auf Ihren Besuch

      Fam. Papp

 

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 Genießen Sie unsere

Tiroler - internationale

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Wegweiser W

GESCHICHTE

Bald nachdem die "Falkenhütte" glücklich unter Dach und Fach gebracht war, regte sich in der Skiabteilung der Gedanke nach einer neuen, modernen Skihütte. Weit hinaus schweiften die Pläne einzelner Mitglieder und ernstlich wurde der Vorschlag gemacht, in die Ötztaler zu gehen und bei Obergurgl eine hochalpine Skihütte zu bauen. Der größte Teil steckte aber seine Ziele enger und war bestrebt, einen Platz ausfindig zu machen, bei dem nicht nur die Winterurlauber auf ihre Rechnung kommen sollten, sondern auch Fahrten dorthin an Sonn- und Feiertagen für Sommerfrischler möglich sind. Nachdem die Kitzbüheler Berge durch die glänzenden Zugverbindungen im Winter in den Samstag/Sonntag-Tourenbereich von München einbezogen wurden, sahen sich die Herren Außerbauer, Bürer und Fischer im Jahre 1927 dort um und fanden am Südende des Spertentales, am Fuß des Großen Rettensteines in unmittelbarer Nähe des Dörfchens Aschau einen Platz, der inmitten einer Reihe herrlicher Skiberge gelegen, alle Voraussetzungen für einen Winterhüttenbau bot.

Die Skiabteilung trat dem Vorschlag der drei Herren sofort bei, der Sektionsausschuß stimmte zu und so konnte bereits in der Sommerhauptversammlung 1927 der Ankauf des Bauplatzes genehmigt werden. Bald war der Bauplatz erworben und die Vorarbeiten konnten beginnen. Nachdem die ordentliche Hauptversammlung im Dezember 1927 den Bau der Hütte endgültig beschlossen und den erforderlichen Kredit bewilligt hatte, wurde alsbald an die Bauausführung geschritten.

Als Standort wurde die Talsohle (1014m) gewählt, einmal um gleich günstige Verhältnisse für die östlich und westlich gelegenen Höhenzüge zu gewinnen, zum anderen, um dem Skifahrer, der die umliegenden Gipfel jeweils in einer Tagestour erreichen kann, eine möglichst lange Abfahrt zu verschaffen. Genuß pur, bis zum Ende der Tour direkt vor der Hütte. Ausgehend von dem Gedanken, daß die Sonderinteressen der eigenen Sektion bei der fortschreitenden Entwicklung der Skitouristik in den Hintergrund treten müssen, wurde die Hütte nicht bloß für die Mitglieder der bauenden Sektion, sondern für den allgemeinen Fremdenverkehr bestimmt. Das nötige Holz wurde noch im Herbst 1927 geschlagen. Im April 1928 erfolgte der erste Spatenstich.

Das Frühjahr brachte in Folge des schlechten Wetters nicht den erwünschten Baufortschritt; um so besser und rascher entwickelten sich jedoch dann die Arbeiten in den folgenden Monaten, so daß zur Hebeweinfeier am 01.07.1928 das Haus im Rohbau eingedeckt zur Aufnahme der Besucher dastand. Innerer Ausbau und Einrichtung der Hütte brachten für die folgenden Monate noch eine Fülle von Arbeit, die ziemlich reibungslos abgewickelt werden konnte, so daß es möglich war, die Hütte programmgemäß am 01.11.1928 dem allgemeinen Fremdenverkehr zugänglich zu machen. Die offizielle Einweihung fand am 08./09. Dezember 1928 unter zahlreicher Beteiligung seitens der Sektionsmitglieder, der Vertreter des Hauptausschusses des D. und des Ö.A.V., der Münchener, Wiener und anderer Sektionen und der einheimischen Bevölkerung statt, wobei wiederum unser alter Freund Pater Leo vom Kloster Fiecht die kirchliche Weihe gab.

Mit der nun vollendeten Skihütte wurde dem Skilauf im Oberland eine neue, mustergültig eingerichtete Heimstätte geschaffen.

Freilich ließ die Grenzsperre in den Jahren 1933 bis 1936 die Hütte fast völlig vereinsamen. Der Besuch stieg erst nach der Aufhebung der Sperre wieder auf über 3.000 Übernachtungen, dann kam der Rückschlag durch den Krieg.

Das Jahr 1940/41 mit erheblichen Hochwasser-schäden im Spertental sah die teilweise Belegung der Hütte durch die Wehrmacht und den BDM. 1941/42 wurden Hütte und Grund mit einem Gartenzaun umgeben. Die markantesten Skirouten wurden wieder bezeichnet. 1943/44 erforderte die vorzeitige Abnutzung der Hütte durch Massenbelegung für vormilitärische Ausbildung eine Reihe von Ausbesserungsarbeiten, die Winter-markierung konnte wegen der Einberufung des Hüttenwirtes Hans Noichl und mangels Einsatz nicht instand gesetzt werden. Im Herbst 1944 bezog Generalstaatsanwalt Sotier, weil München ausgebombt, auf der Hütte Unterkunft. Der Betreuer unserer Hütte, Baurat Hinterberger aus Wien, setzte während seiner Tätigkeit alles daran, den Wünschen und Nöten der Pächter Noichl gerecht zu werden und sorgte wie ein Oberländer für unsere Hütte. Nach Rückkehr der Hütte durch den Treuhänder wurden 1956/67 namhafte Anschaffungen gemacht.

 

75 Jahre Oberlandhütte (2003)

 

Die Pächter

 

 

 


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